50 Jahre Anwerbeabkommen

Posted on 16. August 2011

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Manchmal wünsche ich mir zu wissen, welche Person das eigentlich zu verantworten hat: Türkische Gastarbeiter in Deutschland. War dieser Entscheider wirklich so naiv oder war es im einfach egal. Wohl letzteres. Als Türke in Deutschland geboren zu werden – es gibt schwierigere Schicksale, aber es ist eins voller Herausforderungen von Anfang an.

Sicher hat sich viel getan in diesen Jahren der Migration: Gutes und schlechtes. Es gibt positive Beispiele und viel Menschlichkeit. Es gibt auch Trauer und Ärgernis.

Ich bin ein Teil dieses Landes – Deutschland ist meine Heimat und Deutsch sind meine Träume. Nichts anderes ohne Wenn und Aber. Andere mögen das nicht so sehen.

Ali Ertan Toprak hat dies mal sehr eindrucksvoll beschrieben:

„Wann wird dieses Land mich endlich als einen selbstverständlichen Teil von sich respektieren? Ich habe mir meine türkisch-kurdisch-alevitischen Eltern nicht ausgesucht, habe mich aber für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden. Ich habe mich bewusst für dieses Land entschieden, für seine freiheitlich-demokratische Grundordnung, für seine landschaftlichen und kulturellen Schönheiten, für seine tragische Geschichte mit seinen Verbrechen und für seine Größe, mit seiner Schuld umzugehen. Diese Geschichte ist jetzt auch meine Geschite, aus der ich meine Verantwortung für die Zukunft dieses Landes trage. Ich leiste tagtäglich ehrenamtlich meinen Beitrag für die Zukunft unseres Landes. Ich habe Deutschland umarmt und ins Herz geschlossen – worauf wartet dieses Land, um mich zu umarmen?“

Dem ist nichts hinzuzufügen. An diese Worte habe ich mich beim Lesen des Artikels in der FR vom 16.08.2011 erinnert: „Unsere Türken“

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