Jetzt auch noch der MAD

Posted on 13. Januar 2012

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Nach einer aktuellen Meldung der Frankfurter Runschau wurde ein Helfer und Informat der NSU abgehört und im September 1999 sogar vom MAD befragt.  Damit nicht genug, die FR schreibt „Mitte November 2011 war zudem bekannt geworden, dass ein V-Mann des MAD kurz nach dem Abtauchen des Nazi-Trios 1998 deren neuen Aufenthaltsort an die MAD-Stelle 71 in Leipzig gemeldet habe.“ Diese Information wurde – wie soviele andere Informationen im Fall NSU natürlich nicht weitergegeben.  Der Auftrag des Militärischen Abschirmdienstest (MAD) ist es, für den Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung die Aufgaben einer Verfassungsschutzbehörde wahrzunehmen. Spekulationen gibt es darüber, warum der MAD überhaupt Interesse an diesem Fall hatte. Ein Grund könnte sein, dass die Terrororganisation Sprengstoff der Bundeswehr verwendet habe.

Die Welt hingegen meldet, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Migrationshintergrund deutsche Behörden in diesem Fall „verwickelt“ sehen:

„Für die Studie befragte das Institut für Migrationsforschung der Ankaraner Hacettepe-Universität im Dezember rund 1100 repräsentativ ausgewählte Türken in der Bundesrepublik. In der Befragung sagten rund 85 Prozent der Teilnehmer, die deutschen Behörden hätten die Neonazis zumindest in kleinem Umfang unterstützt.

Zwei Drittel der Befragten glauben, dass deutsche Politiker die Morde unter den Teppich kehren wollen. Etwa drei von vier Umfrageteilnehmern äußerten die Befürchtung, dass die Neonazis weiter morden werden.

Die Gewalttaten wurden von 78 Prozent als Exzesse einer radikalen Minderheit gesehen, nur wenige Türken sahen eine Verantwortung der gesamten deutschen Gesellschaft.

Die Ergebnisse der Umfrage legen zudem nahe, dass sich die meisten Türken in ihrer eigenen Lebensplanung nicht von den Neonazi-Morden beeinflussen lassen: 77,4 Prozent der Befragten sagten, sie wollten auf Dauer in Deutschland bleiben.“

Posted in: Nazi-Terror