Weitere Todeszeichen in der Türkei

Posted on 8. April 2012

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Nach den Wandschmierereien in Adiyaman und zuletzt in der Nähe von Erzincan tauchten sie diesmal in drei Stadtteilen des Ortes Şahinbey (Provinz Gaziantep) auf.  Wieder wurden Häuser und Straßen gekennzeichnet, in den Aleviten wohnen. Das Zeichen besteht hier aus einem „Ö“ und einem Pfeil darunter. Diese Zeichen werden von den Anwohnern als „Tod den Aleviten“ („ölüm“=türk. Tod) interpretiert.

Den beunruhigten alevitischen Bürgern wurde in der Polizeiwache erklärt, dass diese Zeichen sicher mit den Kanalarbeiten der Stadtwerke von Gaziantep (GASKI) zusammenhingen.

Kommentar

Langsam kann keiner mehr von Zufall sprechen. Natürlich könnten es auch Trittbrettfahrer sein. Diese haben aber nichts zu befürchten. Diese Aktionen werden von den offiziellen Stellen mindestens geduldet und die besorgten Bewohner werden mit fadenscheinigen Begründungen – mal sollen es Kinder mal Mitarbeiter der Stadtwerke gewesen sein – beschwichtigt. Das geht nur solange bis ein fehlgeleiteter Extremist diese Zeichen ernst nimmt. Zu sehr erinnern diese Symbole an die Mordfälle von Maras.

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