Frankfurt bürgert ein!

Posted on 19. April 2012

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Laut Informationen des Amts für Multikulturelle Angelegenheiten hat die Stadt Frankfurt eine Kampagne zur Einbürgerung gestartet. Sie soll die sogenannten „nicht-deutschen Mitbürger“ ausführlicher über die Möglichkeiten der Einbürgerung informieren. Ziel ist es vor allem Fragestellungen und Unklarheiten zu klären. Natürlich dient die Kampagne auch dazu überhaupt zu erfahren wer zuständig ist und dann den Weg entweder in die Lange Straße ins AMKA oder in die Rottweiler Straße ins Standesamt zu finden.

Dabei sollte der Zeitpunkt der Kampagne nicht über ihre Motivation trüben, denn zum Beispiel die türkische Community ist gerade sehr darum bemüht, auch die Möglichkeit der doppelte Staatsangehörigkeit – wie sie für andere Nationalitäten selbstverständlich sind – zu erhalten.

Weitere Informationen zu der Frankfurter Aktion: www.frankfurt-bürgert-ein.de

Update 19.12.2012:

„Warum soll ich Deutsch werden?“

Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am MainEinbürgerungskampagne der Stadt Frankfurt am Main

Mit einer symbolischen Plakatklebe-Aktion der beiden Stadträtinnen Nargess Eskandari-Grünberg (Integration) und Daniela Birkenfeld (Recht) ist am Donnerstag die städtische Kampagne „Frankfurt bürgert ein. Warum soll ich Deutsch werden?“ gestartet. Sie richtet sich an Einwohner, insbesondere Jugendliche und Heranwachsende, im gesamten Stadtgebiet und soll sie als Bürger Frankfurts und dieses Landes ausdrücklich willkommen heißen.

Nargess Eskandari-Grünberg sagte: „Einbürgerung ist Ausdruck von Teilhabemöglichkeiten und einer Willkommenskultur, die das Zusammenleben in einer internationalen Stadtgesellschaft enorm erleichtert. Einbürgerung bedeutet nicht, kulturelle Wurzeln oder die eigene Herkunft aufzugeben. Wir möchten niemanden zur Einbürgerung überreden, sondern Menschen dafür gewinnen.“

Die Integrationsdezernentin verwies zudem auf das städtische Integrationskonzept, in dem ausländische Einwohner ausdrücklich als mögliche zukünftige Staatsbürger betrachtet werden. Erklärte Absicht ist darin, sie zur Einbürgerung zu ermuntern und Einbürgerungswilligen Hilfestellung zu leisten. „Jede Bürgerin und jeder Bürger Frankfurts soll nicht nur andere Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sondern alle Einwohnerinnen und Einwohner als Mitglieder unserer Stadtgesellschaft ansehen“, heißt es dort auf Seite 27.

Daniela Birkenfeld sagte: „Frankfurt ist traditionell eine weltoffene Stadt. In den vergangenen fünf Jahrzehnten kamen zahlreiche Migranten in die Stadt, um hier zu arbeiten, Familien zu gründen und schließlich heimisch zu werden. Die Einbürgerung ist eine Form, dieses ‚heimisch Sein‘ zu untermauern.“

Drei Wochen lang wird das Motiv der Kampagne stadtweit auf Litfaßsäulen im Stadtgebiet zu sehen sein. Plakate und Broschüren werden verteilt. Rund 1000 Multiplikatoren innerhalb der Stadt sind im Vorfeld für die Unterstützung angesprochen worden. Diese direkte Werbung wird fortgesetzt. Schließlich informieren ein eigener Web- sowie der Facebook-Auftritt über Details der Kampagne und des Einbürgerungsverfahrens.