Migration und Integration folgt die Transnationalisierung

Posted on 2. Mai 2012

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Über Migration und Integration schreiben, lesen, hören und reden wir viel. „Zum besseren Verständnis einer aktullen Studie musste ich mich erstmal mit dem Begriff der ‚Transnationalisierung‘ befassen, der zunächst erstmal sehr sperrig klingt. Was ich dazu auf wikipedia.de gefunden haben, klingt aber äußerst interessant:

„Transnationalismus (lt. trans „durch“, „jenseits“, „hinüber“) ist ein Teilprozess der Globalisierung und bezeichnet in der Soziologie und ihren Nachbardisziplinen ein Bündel von Phänomenen, die aus sozialen Interaktionen über Grenzen von Nationalstaaten hinaus resultieren. Das Wort wird unspezifischer auch für globale Aktivitäten von Unternehmen und nichtstaatlichen Organisationen oder allgemeiner von nichtstaatlichen Akteuren benutzt. „

Weiter heißt es darin:

„Das Konzept geht insofern neue Wege, als dass neben den reinen Push-/Pull-Faktoren und den historisch-strukturellen Hintergründen, die Migranten als Akteure wahrgenommen werden, deren Entscheidungen in plurilokalen Netzwerke eingebettet und als Ergebnis (psychischer und physischer) Kosten zu sehen sind. Das bekannteste und am besten erforschte Beispiel transnationaler Migration ist die Wanderung von Millionen Mexikanern zwischen ihrem Heimatland und den USA.“

In diesem Zusammenhang ist eine aktuelle WZB-Studie erschienen, die zu dem Schluss kommt, dass das allgemeine Vertrauen in ethnisch heterogenen Regionen geringer sei.

Menschen in ethnisch vielfältigen Regionen haben demnach weniger Vertrauen in ihre Mitmenschen als die Bewohner ethnisch homogener Städte und Gemeinden. Damit erklärt die Studie auch, dass in diesen Regionen, die Bereitschaft, für gemeinsame Ziele einzutreten geringer sei. Weiterhin sei schon der bloße Hinweis auf ethnische Vielfalt in der Nachbarschaft ausreichend. Das gälte vor allem für Menschen, die wenig Erfahrung mit ethnischer Unterschieden hätten. Zu den Ursachen des Misstrauens zählen Sprachbarrieren, fehlende Kontakte und unterschiedliche Vorstellungen über das Zusammenleben. Ethnische Vielfalt und eine ungünstige soziale Lage wirken dabei oft zusammen: Auch die schlechte wirtschaftliche Situation in einer Region lässt das Vertrauen der Menschen zueinander schwinden.

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