Fußball-EM 2012 und IKEA

Posted on 6. Mai 2012

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Fußball EM 2012 und IKEA

Scheinheiligkeit überall. Es wird diskutiert, ob man die EM in der Ukraine boykottieren sollte. Aber welche internationale Sportveranstaltung dürfte dann überhaupt stattfinden oder boykottfrei „konsumiert“ werden? Man denke an die letzten beiden Austragungsorte der Formel Eins und vieles anderes. Welches Land ist eigentlich aus Menschenrechtsgründen „sauber“?

Scheinbar haben wir ‚Gut‘ und ‚Böse‘ eingeteilt. Die Medien helfen uns, wenn wir gerade unsicher sind. IKEA ist wieder ein gutes Beispiel dafür. Dass die „Privileg“-Elektrogeräte von Quelle aus der ehemaligen DDR kamen, wussten wir ja schon lange.  Quelle gibt es bekanntlich nicht mehr, IKEA schon. Doch es gab‘ wohl viele mehr.

Während die „Marktwirtschaft“ gut und der „Kommunismus“ böse ist, stellt sich jetzt heraus, dass ein so marktwirtschaftlich agierendes Unternehmen wie IKEA früher seine Produkte von politischen Häftlingen in der DDR herstellen ließ und aktuell gerne auf China zurückgreift. Wir haben uns an China gewöhnt. Unterm Strich zählt China zur Zeit noch zu den „Guten“.

IKEA steht hier nur symbolisch für viele Global Player.

Da kann ich über den Spruch „Wir Konsumenten hätten die Macht“ nur lachen.

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