Polizei auf dem rechten Auge blind – mit dem anderen sieht sie schwarz

Posted on 6. Mai 2012

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Im Rhein-Main-Teil berichtet die Frankfurter Rundschau am 5.05.2012 von einem Vorfall, bei dem jemand nur aufgrund seiner Hautfarbe von der Polizei kontrolliert wurde. Im Jahr 2010 fährt ein Deutscher mit schwarzer Hautfarbe mit dem Regionalexpress von Kassel nach Frankfurt. Er wird dahingehend kontrolliert, ob er illegal im Land ist. Das Verwaltungsgericht in Koblenz hat entschieden, dass dies legitim ist.

Alles andere hätte mich auch gewundert, denn dies ist kein zufälliges Vorgehen von einzelnen Beamten sondern alltägliche Praxis der Polizei. In meinen Studentenjahren bin ich öfters mit der Bahn gefahren. Oft musste ich in Würzburg umsteigen. Dort wurde ich hin und wieder von der Polizei kontrolliert. Ich. Nicht jeder aus dem Zug ausgestiegen ist.

Damals hatte ich aber meinen deutschen Pass noch nicht. Und aus Ausländer ist man rechtlich verpflichtet seinen Pass mit sich zu tragen. Aber die „gnädigen“ Beamten waren auch mit dem Führerschein zufrieden.

Jetzt hat die Polizei eine rechtliche Klarstellung erreicht.

An die Polizisten:

Macht weiter so. Manche sind eben unverbesserlich.

An alle blonden und rothaarigen Menschen mit Migrationshintergrund:

Da habt ihr ja Glück gehabt, dass die Polizei im Fach Ethnologie nicht so gut aufgepasst hat. So können die Blond- und Rothaarigen unter euch doch bequemer durchs Land reisen.

An alle schwarzhaarigen Menschen mit Migrationshintergrund:

Fahrt einfach mit dem Auto – das Kfz-Kennzeichen hat keine Haarfarbe.

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