Posted on 31. Juli 2012

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weltweitemenschenrechte

Eine alevitisch-kurdische Familie befürchtet derzeit in der türkischen Provinz Dogansehir (Stadt Malatya) ein Massaker. Eine Gruppe von 500 Menschen hat sich nämlich seit zwei Tagen vor dem Haus der Familie versammelt und droht der Familie, sie zu verbrennen. Der Mob hat mit Steinen die Fensterscheiben des Hauses eingeschlagen – die Familie ist seit zwei Tagen in den eigenen vier Wänden eingesperrt.

Wieso der ganze Hass? Seit dem 20. Juli ist der Fastenmonat Ramadan angebrochen. So wie alle Aleviten, fastet auch die alevitische Familie in Dogansehir nicht. Der Bürgermeister des Dorfes stellt sich nicht auf die Seite der Familie, sondern auf die Seite der Fundamentalisten. Er fordert genau wie der Mob die alevitische Familie auf, das Dorf zu verlassen.

In einem Land, das in die Europäische Union möchte, sich als Demokratie bezeichnet und laut Verfassung „laizistisch“ ist, muss es möglich sein, von seinem Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch zu machen.

Der Staat…

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