Historie: Die Anfänge des Anatolischen Alevitentums

Posted on 19. August 2012

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Im Folgenden soll die Einwanderung aus der Region Khorasan nach Anatolien und ihre Beweggründe und Ursachen grob skizzieren. Für detailliertere Informationen ist der Rahmen beschränkt. Hierzu werde ich auszugsweise aus der Arbeit von Prof. Dr. Alemdar Yalcin, veröffentlicht in der Forschungszeitschrift über Alevitentum und Bektaschitentum, zitieren.

„Ein großer Teil der Karawanenstraßen, die von Anatolien nach China und Indien führten, die Postwege und das Nachrichtensystem von den alevitischen Zentren (ocak) und den dazugehörigen Stämmen und Stammesverbänden aufrecht erhalten wurden. Es ist eine einfache und unbestreitbare Tatsache, dass der Handel eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung der Menschheit und der Herausbildung eines sozialen Wohlstandes gespielt hat. […] Vom 12. bis 19. Jahrhundert sicherte das Seldschukische bzw. Osmanische Reiche seine militärische Ausrüstung, Verpflegung und Unterstützung mit Hilfe der alevitischen Zentren (ocak) und der alevitischen Stammesverbände. Darauf deuten heute Begriffe wie ‚kisla‘ oder ‚derbent‘, die uns heute in Anatolien jedoch nur in Form von Ortsnamen bekannt sind.“

 

Weiter zu: Bewegungsströme im 8. Jahrhundert

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