Historie: Oberster des Bektaschiten-Ordens christlicher Herkunft

Posted on 7. September 2012

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Die Osmanen zwangsrekrutierten Jungs und junge Männer aus den eroberten (christlichen) Gebieten und bilden sie als Soldaten aus. Sie wurden streng ausgebildet und mussten sich dem Zöllibat unterwerfen. Als Gründer gilt Sultan Murat I.  Für ihre religiöse Erziehung wurde der bektaschitische Orden instrumentalisiert, um diese jungen Menschen zu islamisieren. Sachlich ist das paradox, denn Haci Bektas, der Humanismus, Toleranz und Menschliebe predigte, hätte dem nicht zugestimmt – doch der war im Jahre 1271 gestorben.

Ähnlich wie die Janitscharen „importiert“ wurden, holte 1475 Ahmet Pascha einen gewissen „Balim Sultan“ aus der Stadt Didymoticho (in Westthrakien, im nordöstlichen Griechenland) in seinen Palast, bildet diesen aus und setzt ihn 1501 im Bektaschiten-Orden ein.

Balim Sultan führte die 12’er Scharia und die Enthaltsamkeit (mücerret) im Orden ein und ersetzte in den sakralen Handlungen das Zuckerwasser durch Wein. Prof. Irene Melikoff schreibt, dass die meisten Quellen von einer „christlichen Mutter Balim Sultans aus Thrakien“ sprechen.

Quelle: „alevilerin siyasal tarihi“, Necdet Sarac, cem yayinevi, 2011

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