Historie: Kocgiri-Widerstand wird niedergeschlagen

Posted on 15. Oktober 2012

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KocgiriDer „Hinkende Osman“ aus Giresun wird mit militärischer Unterstützung in die Region im Ausnahmezustand gesickt. Auftragsgemäß verbreitet er eine Terrorwelle.

Am 14. März 1921 gründen die Selbständigen in Dersim einen Ratsausschuss und führen am 15. März Gespräche mit Haydar Bey. Sie erreichen ein Waffenstillstandsangebot. Doch Nurettin Pascha argumentiert, dass ja nicht umsonst so ein Militäraufgebot aufmarschiert sei und steckt die Orte Imranli, Zara und Divrigi in Brand.

Am 26. März berichtet Alisan Bey dem Pülümür-Stamm, dass europäische Staaten die Gründung des kurdischen Staates bereits bestätigt hätten. Doch die Pülümür-Stämme erklären ihre Solidarität mit der türkischen Armee.

Am 8. April 1921 fordern nun die Kocgiri-Zaza-kurdischen Stämme in Person von Mehmet Naki, Aliser, Ibrahim, Mustafa, Mansur und Seyit Han vom türkischen Parlament, dass die Region Kocgiri (Zara), Divrigi, Refahiye, Kurucay und Kemah als eine Provinz formiert werden sollten als Zugeständnis mit einem türkischen Gourverneur. Andernfalls drohten sie mit Widerstand in der Region Hozat (Dersim), Erzincan, Erzurum, Diyarbakir und Van.

Der am 17. Juni 1921 beginnende Widerstand wird sofort unterdrückt. Alisan ergibt sich mit weiteren 32 führenden Personen und etwa 500 Anhängern.

 

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