Ali ibn Abi-Talib: Predigt als Ermahnung an die Menschen

Posted on 25. Dezember 2012

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In einer weiteren Predigt des Ali ibn Abi Talib wird deutlich wie selbstverständlich er von Heiligen vor seiner Zeit spricht:

„Durch uns habt ihr Rechtleitung aus der Finsternis erfahren und seid zu höchsten Ehren gelangt, und durch uns gelangtet ihr aus der finsteren Nacht zum Morgengrauen. Die Ohren sind taub geworden und kennen kein Bewusstsein. Wie kann jemand, der gegenüber dem lauten Ruf taub blieb, (meiner) schwachen Stimme Gehör schenken? Ein Herz, das immer (mit Ehrfurcht vor Allah) klopfte, wird geduldig sein. Ich erwarte von euch immer noch die Folgen des Verrats, und ich habe euch durch das Gewand der Verräter durchschaut, bis das Übergewand der Religion euch vor mir bedeckte, doch die Aufrichtigkeit meiner Absicht hat mir Einblick über euch verschafft. Ich stand für euch aufrecht auf den Wegen der Wahrheit in den Straßen, die fehlleiten, wo ihr euch traft, ohne dass ihr einen Anführer hattet. Ihr habt gegraben, ohne Wasser zu finden.

Heute werde ich die stummen Dinge für euch sprechen lassen, die voll deutlicher Beweise sind. Die Meinung eines Mannes, der von mir abweicht, ist fern (der Wahrheit). Ich zweifelte nicht an der Wahrheit, seit sie mir gezeigt wurde. Moses fürchtete nicht um seinetwillen, vielmehr sorgte er sich darum, dass die Unwissenden die Oberhand gewinnen könnten und wegen dem Wechsel zum Irrtum. Heute stehen wir auf dem Kreuzweg zwischen Recht und Unrecht. Wer darauf vertraut, Wasser zu bekommen, wird nicht dürsten.“

Quelle: „Nahdsch-ul-Balagha – Pfad der Eloquenz„, Übertragen ins Deutsche von Fatima Özoguz, m-haditec, 2007

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