BMMA erinnert an Dersim-Massaker

Posted on 15. Januar 2013

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Das BMMA (Büro für Menschenrechte und Minderheiten Angelegenheiten, Berlin/Brüssel) erinnert an das „vergessene“ Massaker von Dersim.  Obwohl inzwischen einige türkische Politiker die Ereignisse von damals tatsächlich als „Massaker“ bezeichnet haben, gibt es keine Fortschritte in der Sache. Die Forderungen der Menschen aus Dersim (heute: Tunceli) bleiben ungehört: Die Namen der verschleppten und verschwundenen Kinder sind immer noch unveröffentlicht. Auch die Staudammprojekte am Munzur, Peri und Harcik wurden nicht gestoppt.

Das BMMA hat hierzu einen Dokumentarfilm „Dersim – die andere Türkei“ produziert. Eine 15-minütige Vorschau auf den Film gibt es hier. Der vollständige Film ist hier erhältlich für 10,- EUR zzgl. Versand.

Der Ausrottungsbefehl gegen das Volk von Dersim, der als “Dersim Bestrafungsoperation” in die Geschichte eingegangen ist, wurde auf einer Kabinettssitzung am 4. Mai 1937 beschlossen. Am selben Tag noch wurde Dersim bombardiert.