Alevilerin Sesi: Naturglaube ist Teil des Alevitentums

Posted on 12. Februar 2013

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alevilerin sesiIn der aktuellen Ausgabe der „Alevilerin Sesi“ schreibt der Autor Cagan Varol, dass der Naturglaube Teil des Alevitentums sei. Varol stellt dies am Beispiel der Pilgerstätten von „Düzgün Baba“ und „Munzur Baba“ in der Region Dersim dar. Zumindest bei den Aleviten in Dersim sei die Natur ein Teil ihres Glaubens. Die beiden Pilgerstätten werden von Alevit(inn)en mit besonderen Gesundheits- oder Familienwünschen. In dieser Region würden zum Beispiel keine Bergziegen gewildert. Man glaubt(e), dass bei Verstößen den Menschen Unheil widerfahre.

Die Antropologin Dilsa Deniz habe festgestellt, dass es in der Region Dersim eine Verschmelzung der vorher existierenden Naturreligion mit dem von den Seyiden überbrachten alevitischen Lehre gegeben habe. Später sei versucht worden dies wieder auseinanderzudividieren: Nicht zuletzt durch Cemalettin Celebi, der Atatürk seine Unterstützung versprochen hatte – und hierfür u. a. auch in dieser Region Kämpfer rekrutieren wollte [siehe auch: Bektaschiten-Orden mobilisiert sogenannte „Mudschaheddin“]. Celebi kritisiert in dieser Zeit das sogenannte „tarik“ (welches Ali ibn Abi-Talips Schwert symbolisierte) und verlangt dies gegen die „Hand mit den fünf Fingern“ („Pence-i al-i aba’nin“) zu ersetzen, welche den Propheten Mohammed, die ersten drei Imame und Fatma symbolisieren.

Quelle: „Mitolojik zamanlardan kalma mekanlar olarak ziyaretler“, Alevilerin Sesi, Ausgabe 1/2013
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