Mete: „Aleviten sollten sich kritisch mit ihrer Identität auseinandersetzen“

Posted on 21. Februar 2013

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Das Alevitische Manifest

Das Alevitische Manifest

In dem gerade veröffentlichten Interview mit dem humanistischen Online-Magazin „diesseits.de“ fordert Levent Mete die Aleviten auf sich kritisch mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen und die Emotionalität dabei zu überwinden. Mete spitzt die Formulierung weiter zu, indem er sagt: „Solange sich die Alevi immer noch in der Opferrolle suhlen, indem sie regelmäßig ihr Leid auffrischen, wird sich auch nichts ändern.“ Er fordert: „Es müssen pragmatische Lösungen und Strategien erarbeitet werden, mutig und klug sollten die Alevi sich verhalten.“ Der Autor des Handbuchs ‚Das Alevitische Manifest‘ beschreibt, dass die Aleviten den nächsten Schritt wagen müssen, indem sie die Ereignisse aus der eigenen Geschichte differenzieren müssten: „Alles was die Alevi anfingen hatte einen emotionalen Background. Keine Disziplin, keine Methode und kein festes Konzept. Daher war vieles schon im Keim zum Scheitern verurteilt. Wir müssen endlich sachlich und nüchtern eine Strategie entwickeln, um unsere Geschichte richtig zu schreiben.“

Mete wehrt sich gegen die Formulierung „bessere Moslems“

Der Autor und Referent beschreibt, dass die deutsche Mehrheitsgesellschaft den Integrationsgrad an Äußerlichkeiten wie Schweinefleisch, Kopftuch und Weihnachtsfest messen würden. Er beklagt, dass die Aleviten von Deutsch-Deutschen Sympathie fänden, „weil wir kein Kopftuch tragen oder teilweise Schweinefleisch verzehren“. Dies verwundert insofern nicht, da dies dem Selbstbild vieler in Deutschland lebenden Aleviten entspricht. Auf die Frage der eigenen Identität, beginnen viele Aleviten dies in der der Abgrenzung zum sunnitisch-heterodoxen Islam.

Das vollständige Interview auf diesseit.de lesen.

Posted in: Alevitentum, Bücher