Alevitische Jugend gedenkt der ‚Weißen Rose‘

Posted on 23. Februar 2013

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Meine erste „Begegnung“ mit der „Weißen Rose“ war während der Schulzeit. Da wurde sie in der Reihe der Widerstandskämpfer gestellt. Kurz. Überhaupt wurde damals in der Schule mehr über das Verbrechen damals unterrichtet als über den Widerstand, den es gab. Die „Weiße Rose“ ist eine ganz besondere Geschichte. Sicher nicht so eindeutig und geradlinig wie man sich das im Rückblick vorstellt. Sie haben in einer sehr schwierigen Zeit, ihre ungeliebte Meinung verkündet und bis zum Ende verteidigt – ja sogar mit ihrem Leben bezahlt. Ihre Kraft haben sie aus ihrem Glauben gezogen. Ethisch ein ganz hoher Anspruch – gleich einem „insan-i kamil“.

Das hat mich sehr beeindruckt. Wer würde das in der heutigen Gesellschaft machen – zu seiner Meinung stehen und den eigenen Tod in Kauf nehmen. Da kann man sich nur mit Hochachtung verbeugen und diesen Tugenden und Wert hochhalten. Deshalb ist es begrüßenswert, dass die Alevitische Jugendorganisation BDAJ dieses Jahr der „Weißen Rose“ gedenkt. Der Bundesvorsitzende Serdar Akin fordert seine Mitglieder auf: „Wenn für uns Aleviten der Mensch das heiligste Gut überhaupt ist, dann müssen wir uns zu Wort melden, wenn die Politik das Wohl der Menschen aus den Augen verliert und sich stattdessen für Kapital, Erdöl und Kommerz stark macht. Wenn für uns Umwelt und jedes Lebewesen heilig sind, dann müssen wir die ersten sein, die sich empören, wenn die Massentierhaltung mittlerweile förmlich perverse Form annimmt.“

Bundeszentrale für politische Bildung: Weiße Rose

BDAJ gedenkt der „Weißen Rose“

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Posted in: Aktuell