Aleviten schließen sich der ‚Kritischen Islamkonferenz‘ an

Posted on 11. April 2013

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Kritische Islamkonferenz

‚Kritische Islamkonferenz‘, Internetauftritt

Laut der Präambel versteht sich die ‚Kritische Islamkonferenz‘ so:

„Die Kritische Islamkonferenz ist ein alternatives Dialogforum, das 2008 in bewusster Abgrenzung zur Deutschen Islamkonferenz des Innenministeriums ins Leben gerufen wurde. Sie hält es für verfehlt, die „Integration von Zuwanderern” durch die „Stärkung der religiösen Identität” verbessern zu wollen. Denn wer das Individuum auf eine religiöse Gruppenidentität reduziert, behindert die Emanzipation des Einzelnen und fördert die Entwicklung von Parallelgesellschaften. Ebenso klar grenzt sich die Kritische Islamkonferenz von jenen ab, die die notwendige Kritik an freiheitsfeindlichen Entwicklungen innerhalb der „muslimischen Community” missbrauchen, um fremdenfeindliche Ressentiments zu schüren. Auch sie reduzieren das Individuum auf religiöse oder ethnische Stereotype, wodurch die religiös-ethnische Gettoisierung der Gesellschaft verschärft wird.

Vom 10. bis 12. Mai 2013 findet die 2. „Kritische Islamkonferenz“ in Berlin unter dem Motto “Selbstbestimmung statt Gruppenzwang!” statt. Während in der 1. “Kritischen Islamkonferenz” 2008 vor allem religionsfreie Islamkritiker und Ex-Muslime zu Wort kamen, sollen 2013 unter der Moderation von Volker Panzer (“ZDF-Nachtstudio”) und Philipp Möller (“Isch geh Schulhof”) verstärkt auch liberale Muslime Gehör finden. Denn um die “offene Gesellschaft” gegen die doppelte Bedrohung von politischem Islam und chauvinistischer Fremdenfeindlichkeit zu schützen, bedarf es eines breiten Bündnisses säkularer und liberal-religiöser Kräfte.

Dieser kritischen Initiative hat sich nun überraschenderweise auch die Alevitische Gemeinde Deutschland e. V. angeschlossen. Auf der Facebook-Seite der Initiative wird der Generalsekretär des AABF, Ali Dogan mit den Worten zitiert: „Unser Beitrag bei der Kritischen Islamkonferenz soll dafür sorgen, progressive Standpunkte von Menschen aus muslimisch geprägten Ländern weiter in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit zu tragen. Die kritische Reflektion und Enttabuisierung gehört zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung dazu.“

Weitere Informationen zur 2. Kritischen Islamkonferenz gibt es auf deren Internetseite www.kritische-islamkonferenz.de

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