Akademiker fordern Transformation der alevitischen Lehre in die deutsche Sprache

Posted on 12. April 2013

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Unsterbliche Blumen, Ölümsüz Cicekler

Deutschsprachige Begleitung zur Saz- Album „Unsterbliche Blumen“ von Serkan Özkan

In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins der Alevitischen Gemeinde  „Alevilerin Sesi“ 3/2013 veröffentlichen Türkan Hancer-Özkan von der Ankara Üniversität und Deniz Cosan-Eke von Ludwig-Maximilians-Universität München eine Zusammenfassung über ihre Ausarbeitung über den Wandel der alevitischen Bewegung in der Diaspora am Beispiel München. Es ist eine ausführliche Ausarbeitung die die historische Entwicklung sowohl in der Herkunftsgeographie als auch in der Diaspora aufzeigt.

Besonders interessant sind die Erkenntnisse, die am Ende Artikels zusammengefasst werden. So haben die Autoren ermittelt, dass das größte Hindernis zur Tradierung der alevitischen Lehre die Sprachkenntnisse in der 2. und 3. Generation sind. Die fehlenden Türkischkenntnisse erschweren dies. Daraus folgern sie, dass die alevitischen Gemeinden Veranstaltungen in deutscher Sprache für die junge Generation anbieten müssen – dazu gehöre auch der deutschsprachige Cem.

Exemplarisch wird ein befragter Alevit zitiert: „Während sich das Alevitentum verändert, müssen wir unseren Glauben und unsere Rituale neu interpretieren und mehrsprachig kommunizieren, andernfalls wird es schwer fallen der jungen Generation die Lehre und die eigene Identiät zu vermitteln.“

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