Alevitische Gemeinde Frankfurt: Cem Stiftung repräsentiert die Aleviten nicht

Posted on 6. September 2013

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Laut einem Bericht der europäischen Ausgabe der türkischen Zeitung Aydinlik, die verstärkt auf Facebook gepostet wurde, hat das Vorstandsmitglied Vahap Aslan sich zu dem Projekt eines fusionierten Cem-Haus und Moscheegebäudes geäußert. In der Türkei wird gerade heftig über das Projekt diskutiert: Fethullah Gülen (Gülen-Bewegung) und Izzettin Dogan (Cem Stiftung) haben die Idee, die einzelnen Gebäude eines Cem-Hauses und einer Moschee innerhalb eines Gebäudekomplexes zu integrieren.

„Das Projekt wurde im Namen der alevitisch-sunnitischen Brüderlichkeit verkündet. Das setzt aber voraus, dass man sich auf Augenhöhe begegnet.  Izzettin Dogan und Fethullah Gülen haben sich wohl darauf verständigt, die Aleviten zu assimilieren.“ Weiterhin erklärte Aslan gegenüber der Zeitung: „Wir haben nichts gegen die Moschee, aber es gibt keinen Grund die Gebäude innerhalb eines Komplexes zusammenzufassen. Die Aleviten haben das nicht gefordert, und ich glaube auch nicht, dass sie das jemals tun werden.“

Aus einer älteren Meldung der Turkish Daily News geht hervor, dass die Gülen-Bewegung Bauherr des Gebäudekomplexes sein soll. Es wirkt wohl grotesk, dass die bisher nicht als Gotteshaus anerkannten Cem-Häuser nun plötzlich in eine Moschee gebaut werden sollen. Trotzdem ist unabhängig von der Aussage interessant, warum sich wieder einmal eine lokal agierende Gemeinde in Deutschland genötigt sieht, zu einem Projekt in der Türkei Stellung zu beziehen.

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