Alevitische Lehre: Musik und Spiritualität

Posted on 4. Februar 2014

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Die Alevitische LehreMusik spielt in der alevitischen Lehre und Praxis eine nicht zu vernachlässigende Rolle, nicht nur weil sie auch der einzige Kanal zur Tradierung der eigenen Kultur gewesen ist. Damit beschäftigt sich auch Cenk Güray in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der ‚Forschugszeitschrift über Alevitentum und Bektaschitentum‘: „Die Lehre von sich in einem Kreislauf bewegenden Entwicklungsstufen der Schöpfung (devir) ist eines der zentralen Konzepte, die mittels der Musik das gnostische Wissen der Vergangenheit in die islamische Welt übertrug. Im Sufismus ist Allah der Vorstellung der Einheit der Seienden (vahdet-i vücud) zufolge ein „absolutes Wesen“, und alle Geschöpfe sind Manifestationen „seiner Namne und Eigenschaften“. Güray bekräftigt in seinem türkischsprachigen Artikel die Bedeutung und zeigt mit den Gegebenheiten aus Ankara ein praktisches Beispiel: „Die seit dem 3. Jahrtausend vor Christus durch eine reichhaltige städtische Kultur geprägte traditionelle Musikkultur von Ankara, deren Quantität und Qualität sehr umfangreich ist, bildet einen der wichtigsten Indikatoren für das kulturelle Erbe der Stadt.“

Güray versucht in seinerm Artikel, „die religiösen Symbole in den Texten der Volkslieder der letzten Jahrhunderte von Ankara aufzuspüren und die Verbindunge dieser religiösen Symbole mit dem gesellschaftlichen Leben zu untersuchen.“

Quelle: „Die Religiösen Symbole in der traditionellen Musikkultur der Stadt Ankara“, Forschungszeitschrift über Aleviten und Bektaschitentum 8/2013, Seite 129 ff.

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