Humanistischer Verband und Alevitische Gemeinde

Posted on 30. Januar 2015

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„Wir schätzen das Wirken der Alevitinnen und Aleviten in Deutschland sehr, die sich in der Arbeit in ihren Gemeinden und Gliederungen wie auch vielfältigen weiteren Projekten für humanistische Werte und eine offene, demokratische Gesellschaft engagieren. Ich beglückwünsche sie daher herzlich zu dieser Errungenschaft, mit der auch eine bedeutende öffentliche Anerkennung verbunden ist“

Mit diesen Worten wird Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbands, in einer aktuellen Mitteilung zur Professur für alevitische Theologie an der Universität Hamburg zitiert. Die alevitische Gemeinde ist nicht besser oder schlechter als die christlichen Gemeinden, der Lehrstuhl mag seine Berechtigung haben. Warum sieht sich aber ein Vertreter des Humanistischen Verbands genötigt diesen zu befürworten? Das Alevitentum ist eine eher mystische Interpretation des Islam und in der Diaspora nicht so dogmatisch. Trotzdem handelt es sich um eine Theologie.

Im humanistischen Selbstverständnis heißt es

„Humanistinnen und Humanisten gewinnen ihre Ansichten ohne Bezugnahme auf einen Gott oder auf andere metaphysische Instanzen. Sie brauchen kein höheres Wesen als eine von Menschen geschaffene Instanz des Trostes, der Liebe, der Hoffnung, der Bestrafung oder des Ansporns.“
Für das Alevitentum trifft dies nicht zu.
Posted in: 21. Jahrhundert